2. Workshop: Hardware-orientiertes situiertes Wissensmanagement

Veranstaltet auf der 10te Konferenz Professionelles Wissensmanagement (18.-20. März 2019 in Potsdam)

Der Erfolg eines Unternehmens basiert im Wesentlich auf der Wissensbasis der Mitarbeiter. Diesen Erfolg gilt es langfristig sicherzustellen, wodurch dem Wissensmanagement eine entscheidende Bedeutung zukommt. Dieser Workshop hat zum Ziel, Möglichkeiten der Wissensvermittlung auf Basis von Hardware zu beleuchten. Dabei sollen Ziele nicht allumfänglich verfolgt werden. Vielmehr wird auf einen situierten Ansatz Wert gelegt. Dem Menschen kommt als Wissensträger und -konsument eine besondere Rolle zu. Um die Effektivität eines Wissensmanagements sicherzustellen, müssen sowohl die Bedürfnisse der Menschen als auch kontextuelle Rahmenbedingungen einbezogen werden. Situiert impliziert in diesem Kontext die nutzerzentrierte Gestaltung des Wissensmanagements direkt an den Werkzeugen am Arbeitsplatz wie z.B. (Produktions-) Maschinen. Im Zuge der Digitalisierung gilt es, den Einsatz von technischen Lösungskonzepten und deren Integration in das Arbeitsumfeld vor dem Hintergrund der Nutzerzentrierung zu erörtern.

Organisatoren

Programm Komitee

  • Darwin Abele, M.Sc.
  • Sven Hoffmann, M.Sc.
  • Dipl.-Wirt.Inf. Christoph Kotthaus
  • Jun.-Prof. Dr. Thomas Ludwig
  • Dr. Fabiano Pinatti

Scope des Workshops

Der Trend hin zu vollumfänglich digitalisierten Arbeitsplätzen und menschenleeren Fabriken ist Gegenstand vieler Bestrebungen der deutschen Industrielandschaft. Gleichzeitig wird sie durch den Mittelstand wesentlich geprägt. Der Markterfolg der sogenannten „Hidden Champions“ wird dabei allerdings im Wesentlichen durch die Prozessinhaber, d.h. die Mitarbeiter, und deren hohe Spezialisierung mit tiefgreifendem und mitunter personenbezogenem Fachwissen sichergestellt (de Carvalho et al., 2018). Die Möglichkeiten neuartiger Technologien, z.B. in Form von Wearables zusammen mit fortschrittlichen Visualisierungsmöglichkeiten, bieten weitreichendes Potential, Wissensmanagement auch in Firmen zu implementieren, die keine umfassende digitale Infrastruktur aufweisen. Dabei muss eine Orientierung an der bestehenden Hardware der Unternehmen erfolgen und dem situativen Charakter der Produktionssituationen Rechnung getragen werden (Ludwig et al., 2016).

Dieser Workshop stellt die Anforderungen an innovative mitarbeiterzentrierte Unterstützungssysteme in den Mittelpunkt, die bei wissensintensiven Prozessen assistieren. Ergebnisse bestehender Forschungsarbeiten, sowohl auf Basis qualitativer als auch quantitativer Daten, sind ebenso erwünscht, wie Studien zur Interaktion, Usability und Ergonomie implementierter Systeme.

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de Carvalho, Aparecido Fabiano Pinatti; Hoffmann, Sven; Abele, Darwin; Schweitzer, Marcus; Tolmie, Peter; Randall, David and Wulf, Volker (2018) Of Embodied Action and Sensors: Knowledge and Expertise Sharing in Industrial Set-up. Journal of Computer Supported Cooperative Work, Springer Netherlands, vol. 27, no. 3–6, pp. 1–42 [Online]. DOI: 10.1007/s10606-018-9320-6.

Ludwig, Thomas; Kotthaus, Christoph; Stein, Martin; Durt, Hartwig; Kurz, Constanze; Wenz, Julian; Doublet, Thorsten; Becker, Maximilian; Pipek, Volkmar and Wulf, Volker (2016) Arbeiten im Mittelstand 4.0 – KMU im Spannungsfeld des digitalen Wandels. HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik, vol. 53, no. 1, pp. 71–86 [Online]. DOI: 10.1365/s40702-015-0200-y.

Erwartete Ergebnisse

Innerhalb des Workshops sollen Probleme und Herausforderungen von situierter Wissensvermittlung thematisiert und neue Lösungsansätze präsentiert werden, welche die Sichtweisen der Wissenschaft, der Industrie und des Rechtswesens zusammenfassen. In diesem Zusammenhang werden folgende Ergebnisse erwartet:

  • Aktuelle Chancen und Herausforderungen bei der Vermittlung von Wissen am Produktionsarbeitsplatz (Maschine, Handarbeitsplatz, etc.)
  • Technische Lösungskonzepte, z.B. durch mobile Technologien (Smartphone, Tablet) oder Wearables (Smartwatch, Smart Glasses)
  • Wechselwirkungen zwischen Mensch und Maschine
  • Gestaltung von „Hardware-Tutorials“
  • Erörterung der Rolle cyber-physischer Systeme
  • Herausforderungen bezüglich der Interaktion, Usability und Ergonomie wissensbasierter Assistenzsysteme
  • Strategien zur Vermeidung eines „Information Overload“ bei der Wissensvermittlung

Einreichungdetails

Bei der Einreichung wird zwischen Full- und Position-Paper unterschieden. Full-Paper stellen bereits Ergebnisse von abgeschlossenen wissenschaftlichen Studien vor. Position-Paper können spekulative oder auch noch Work-In-Progress Paper sein, über deren Ergebnisse ausgiebig diskutiert werden kann.

Full-Paper sollen eine maximale Seitenanzahl von 16 Seiten und Position-Paper von 8 Seiten nicht überschreiten.

Wichtige Daten:

  • Einreichungsdeadline: 11.01.2019
  • Einreichungsdeadline: 23.01.2019
  • Benachrichtigung der Autoren: 25.01.2019
  • Benachrichtigung der Autoren: 01.02.2019
  • Camera-Ready Version: 01.02.2019
  • Camera-Ready Version: 13.02.2019

Das Template befindet sich hier.

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